RECORD OF THE YEAR
 
 
 
 
 
 
 



ESTATE
The Opposite of Indifference
ROTY-001
Out on September 1st

01. Bleeding Hearts
02. Go Metric
03. The Salieri Dilemma
04. Isaac Washington
05. Cause Of The Downfall
06. Ten Seconds
07. Tabula Rasa
08. Modus Operandi
09. C-Section
10. Going Down In Flames
11. Kafka On The Shore
12. Sergio




New Core 12.12.2006
Österreichs derzeit angesagteste Band in Sachen Screamo/Emo-Core/Metalcore meldet sich mit neuem Sänger, neuem Label und ihrer zweiten Platte zurück. Der Fünfer aus Linz existiert zwar schon seit ein paar Jahren und irgendwo hab’ ich Estate auch schon mal gehört, aber deutlich bekannter ist die Band erst in der letzten Zeit geworden, auch auf Grund unzähliger Livekonzerte in ganz Europa. Beim kleinen, aber feinen Rock auf dem Berg-Festival in Merzig habe ich die Band vor ein paar Monaten zum ersten Mal live gesehen und war sofort begeistert.

Jetzt liegt mir seit ein paar Wochen auch das neue Album „The opposite of indiffernece“ vor und das weiß durchaus zu gefallen. Estate verbinden treibende und rockende Gitarrenriffs mit catchy Melodien und emotionalen Screams – meist während der Strophen -, sowie melodischem Gesang – in den Refrains. Die Gitarrenarbeit ist teilweise ziemlich metalbeeinflußt und das Tempo meist im mittleren bis oberen Geschwindigkeitsbereich.

Der Opener „Bleeding hearts“ ist schon der erste kleine Hit mit treibenden Gitarren und noch überwiegend melodischen Gesang und einigen Screams an den richtigen Stellen. Mit „Go metric“ kommt der für mich beste Song der Platte direkt im Anschluss. Das Stück besticht zum einen durch die schöne Gitarrenarbeit und viel Geschrei während der Strophen, während sich der melodiöse Refrain unweigerlich im Kopf festsetzt. Aussetzer gibt es keine auf der Platte, sondern 12 Mal abwechslungsreichen modernen Screamo-Sound, darunter noch einige kleine Hits wie z.B. „Modus operandi“. Gast auftritte gibt es noch bei „Tabula Rasa“ von Klaus Schraml (Ephen Rian) und bei „C-Section“ Jörg Ahrens und Sebastian Blaschke von Days in Grief.

Gelungene Platte, die sich nicht vor Genregrößen wie Atreyu, Silverstein oder Alexisonfire verstecken muss. Weitere Infos zu Estate findet ihr unter www.estatemusic.net oder beim Label unter www.recordoftheyear.net

Autor: Zechi

http://www.new-core.de
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With Love, The Underground 17.10.2006
Das sehr schöne Layout verspricht einen qualitativ guten Longplayer und hält sein Wort, ESTATE aus Österreich spielen unheimlich schmissige Riffs aus, haben gehörig Drive und die melodischen Gitarrenleads im Stile von IRON MAIDEN geben dem Screamo der Band eine positive Note. Schon beim ersten Hören überzeugt das Können der Band und auch der Label- und Sängerwechsel hat keine negativen Spuren hinterlassen. Dies ist eine Rückkehr auf die Bretter, die sich gewaschen hat und für das Berliner Label Record Of The Year ein sehr schöner Einstand. Spielerisch bieten ESTATE mehr als die meisten Bands, die mir in den letzten 12 Monaten zu Ohren gekommen sind auch auch textlich beweist man Köpfchen. Die optimistische Grundstimmung wird sowohl optisch, als auch akustisch beibehalten und es ist echt erfrischend mal dem ganzen Schwarz und der Totenkopfästhetik zu entfliehen. Der Gesang wird meist im Screamo-Stil bestritten und von melodischen Passagen aufgelockert. "The Opposite Of Indiffernce" ist ein Album, welches ich mir garantiert noch des Öfteren anhören werde, da es auf Gesamtlänge überzeugt und sehr innovativ klingt.

Thomas Eberhardt (7)

http://www.wltu-music.de/
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Ox Fanzine 07.10.2006
Zugegeben, bei der Besprechung der neuen ESTATE-Scheibe war ich nicht ganz unvoreingenommen, ja sie haben für mich eben einen gewissen Österreich-Bonus. Musikalisch ist das, was die sympathischen Jungs aus Linz machen, natürlich nicht gerade meine Tasse Tee. Das soll aber nichts heißen, schließlich bekommt der werte Hörer durchaus eingängige und einfach gestrickte Metalriffs mit extrem melodischen - ja ich muss das Unwort leider wieder mal gebrauchen - gewissermaßen "Emo" - Parts geboten, wie man sie in dieser Qualität nur von den US-Big-Playern der Emocore-Liga serviert bekommt. Dazu muss man auch noch sagen, dass die Jungs ihr Handwerk wrklich verstehen. Ihr Sound erinnert meines Erachtens ziemlich stark an Atreyu auf "the curse", eventuell zeitweise an As I Lay Dying, Everytime I Die oder auch an Bullet for My Valentine und Konsorten. Wer dieses Genre mag, dem kann ich "The Opposite of Indifference" nur wärmstens empfehlen.

Robert Buchmann

http://www.ox-fanzine.de
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Visions 28.09.2006
Der hoffnungsvolle Newcomer von damals wagt einen Neustart in (Screamo-)Gefilde. Damit gehören sie zumindest in Österreich zur Speerspitze.

Erinnert sich jemand daran, wie Estate beim Bizarre 2001 auf der VISIONS-Session-Bühne spielten? Die Band sorgte mit dem Mix aus New-School-Hardcore, Deftones und Helmet für helle freude bei Publikum und Juroren des Nachwuchswettbewerbs. Seitdem hat sich einiges geändert. Mit neuem Sänger und einem Vertrag beim Berliner Label Record of the Year haben die Österreicher einen mittelschweren Genresprung vollbracht. Kaum wieder zu erkennen, was aus den Boxen schallt. poppige Harmonien, treibende Metal-Licks vom Schlage Thrice und Mosh-Schrei-Parts. Man muss es aussprechen: Screamo in Reinform. Wo früher der Geist von Chino Moreno oder Page Hamilton durch den Proberaum schwebte, stehen heute Gäste von Days in Grief und Ephen Rian vorm Mikro, um ihre Parts einzusingen. Mitreißende Hooks und Refrains können Estate schreiben, trotzdem kommt "The Opposite of Indifference" drei Jahre zu spät, um Akzente zu setzen. Bleibt die Befürchtung, dass doch eine Parallele zum Bizarre-Auftritt besteht: Estate verfehlten den ersten Platz nur knapp.

Stefen Eisentraut
7

http://www.visions.de/
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Southspace 25.09.2006
Ein neues Album von Estate - ich muss sagen diese Tatsache hat mich nicht wenig gefreut, konnte mich doch deren Werk "Arson Architekture" durchaus begeistern. Die Jungs aus Österreich brachten eine schöne Mischung aus Emo und Core daher, hohe Erwartungen also an die neue Scheibe.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Man wird nicht enttäuscht, Estate haben den Optimalfall zustande gebracht und sich nochmals gesteigert. Es gibt 12 Tracks die sowohl durch viel Emotion, Melodie und Eingängigkeit glänzen und auf der anderen Seite auch genügend Aggression und Energie haben. Melodischer Gesang wechselt sich mit Geschrei ab, punkrockende und selten auch poppigere Teile gehen in schon nahezu metallische Teile über (ohne aber jemals dem Metalcore Lager zu nahe zu kommen).

Sicherlich keine musikalische Mischung die es noch nirgends gegeben hätte aber Estate beweisen ein Gefühl für gutes Songwriting und eingängige Refrains was sie auf jeden Fall zu den besseren Bands des Genres macht. Kann man uneingeschränkt empfehlen.

by Matto

http://www.southspace.com
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Hörsturz 25.09.2006
Geht man nach dem neuen Label der jungen Österreicher, ist “The Opposite Of Indifference” natürlich das Album des Jahres. Und mit Sicherheit konnte ich eine gewisse Vorfreude auf die Platte, die sich mit großen Lettern der Gleichgültigkeit widersetzt, nicht verbergen. Jetzt darf ich das Teil rotieren lassen – zwölf Songs, ein neuer Sänger und jede Menge Wucht.

Es ist kein Geheimnis, dass Estate Musik der Marke Screamo praktizieren. Vielleicht ist es einigen hingegen noch nicht zugetragen worden, dass das Quintett dieses Genre aus dem Licht des Hypes herausbefördern. Denn wie schon bei der „Arson Architecture“-EP kombinieren Estate nicht weinerliche Strophen mit Schrei-Refrains, sondern halten den Druck-Pegel durchweg hoch. Der Schrei-Anteil ist während der 44 Minuten Beschallung außergewöhnlich hoch, außerdem lassen sich deutliche Punkrock- und Hardcore-Spuren ausmachen.

Fulminant startet „The Opposite Of Indifference“ mit „Bleeding Heart“: Ein flottes Tempo, kraftvolle Gitarren, feine Melodien und große, mehrstimmige Gesangspassagen machen diesen Song zu einem erstklassigen Startschuss. So darf es gerne weitergehen, und unsere Nachbarn enttäuschen uns nicht. Zwar fehlt vielen Tracks die absolute Ohrwurm-Qualität, dafür rocken sie zahlreiche Genre-Trittbrettfahrer locker an die Wand und wissen, mit zwischenzeitlichen Mosh-Parts zu überraschen („Cause Of The Downfall“). Als positiv herausragend seien noch „Going Down In Flames“ und „Sergio“ erwähnt, die sich an der erstklassigen Machart des Openers orientieren.

Man könnte an dieser Stelle natürlich wieder anführen, über was für ein hochkarätiges Potential die Alpenrepublik verfügt beziehungsweise des Almdudler mit Benzin angereichert hat. Aber statt über verbal bereits aktive Brände zu berichten, lege ich diese Gebräu aus Wut, Melodien und Geradlinigkeit wärmstens an Ohr.

Jack 8/10

http://www.hoersturz.net
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Bumbanet Magazine 21.09.2006
Die Alpenrepublik Österreich ist eigentlich für ruhige und harmonische Kost bekannt, Estate aus Linz drehen dieses Bild aber um. Mit neuem Sänger wurde das zweite Album (nach „Unsound“) eingespielt, das einen aggressiven Hardcore-Mix liefert. Auffallende Charakteristika des Sounds sind die ausgefeilte Gitarrenarbeit und die massiven Screamings. Mit diesem Stil stehen Estate nicht alleine dar, eine ganze Welle neuer Bands überflutet uns damit, aber die Österreicher gehören sicherlich zu den herausragendsten Vertretern. Das liegt zum einen daran, dass das Album sehr gut produziert ist (gemixt und gemastert in den Principal Studios in Münster, wo auch Waterdown, Caliban oder die H-Blockx waren), zum anderen aber, und das viel mehr, dass das Songwriting komplex und durchweg überzeugend ist. Die 12 Songs sind allesamt kompakt und auf den Punkt gespielt. Kein unnötiger Ballast stört die Entfaltung von gnadenloser Energie und zielgerichteter Brutalität. Gleichwohl fällt es schwer, hier eine Nummer herauszuheben, was allerdings für die Homogenität und durchgängige Qualität des ganzen Albums spricht. „The Opposite of Indifference“ sollte man 2006 gehört haben.

Wertung 8/10
Autor:Niklas Bent

http://www.bumbanet.de
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Burn Your Ears 19.09.2006
Kompliment Jungs, Sänger- und Labelwechsel haben sich vermutlich richtig ausgezahlt. „Vermutlich“ deshalb, weil ich die Entwicklung von ESTATE nicht beurteilen kann, da mir das Erstwerk der Österreicher nicht bekannt ist. Auf „The Opposite Of Indifference“ klingen die fünf jedenfalls richtig frisch, tight und gut eingespielt sowie bereit, im Emo/Screamo-Bereich für gerötete Ohren zu sorgen.

Verdammt eingängig gehen die Songs in Kopf und Beine, wobei zwar alles schon mal irgendwo gesagt wurde, dafür jedoch das Qualitätslevel mehr als stimmt. EPHEN RIAN oder auch DAYS IN GRIEF fallen mir als Vergleich ein, was wohl auch daran liegt, dass die Sänger aus eben jenen Bands ein Gastspiel auf „The Opposite Of Indifference“ geben.

Aufgenommen wurde die Platte im bandeigenen Studio, gemixt und gemastert in den Principal Studios, wo u.a. auch WATERDOWN und CALIBAN schon eine Soundveredelung bekamen. Am Klang gibt’s also nichts zu meckern, und darüber dürfte sich nicht zuletzt auch das Berliner Indielabel Record Of The Year freuen, das die Platte als ersten Release des Hauses präsentiert. ESTATE sind ihr Geld wert, und wenn auch noch Luft nach oben offen ist, was spezielle Widererkennungsmerkmale anbelangt, diese Band wird sicherlich ihren Weg machen.

Bewertung: 7/10
Autor: chris

http://www.burnyourears.de
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Smash Mag 11.09.2006
In der letzten Zeit war echt viel los im Hause ESTATE und nun scheint es so, dass das Besetzungskarussell endlich zum Stillstand gekommen ist. Endlich, denn mit ihrem ersten Album „Unsound“ sorgten die Oberösterreicher bereits für einiges „The Opposite Of Indifference", das auf dem neu gegründeten Label RECORD OF THE YEAR erscheint, zeigt deutlich, dass die Jungs mit Siebenmeilen-Stiefeln ins Rampenlicht treten wollen. Passend dazu auch das Coverartwork, das zwei Schlangen zeigt, die sich gerade gehäutet haben.

Somit scheint auch die Einstellung der Band mit diesem Cover sehr gut eingefangen wurden. Musikalisch überzeugt ESTATE, und man ist schon erstaunt darüber, welche Entwicklung in unserem Nachbarland vollzogen wurde. Nach EPHEN RIAN der nächste Knaller aus Österreich. „The Opposite Of Indifference“ hat viel Potenzial - sehr viel Potenzial und braucht sich nicht zu fürchten. Gastauftritte auf dem Album gibt es auch: Klaus von EPHEN RIAN bei „Tabula Rasa“ und die DAYS IN GRIEF-Jungs Sebastian und Jörg gaben sich im Studio die Klinke in die Hand. Für jeden, der Emocore mag und viel hört, sollte es Pflicht sein, dieser Platte Gehör zu schenken.

Geschrieben von Markus Tils

http://www.smash-mag.net
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Metal Inside 07.09.2006
Nachdem ESTATE bereits sehr mit ihrer EP "Arson Architecture" zu überzeugen wussten haben die begabten Jungs nun endlich wieder ein Label gefunden, welches ihre Qualitäten zu schätzen weiß. Dass es überhaupt so lange gedauert hat seit dem Debüt von 2002 liegt vermutlich am Ausstieg des Frontmannes von ESTATE. Mit neuem Sänger und frischem Wind wurden für "The Opposite Of Indifference" die sechs Songs der Vorgänger-EP um sechs weitere Metalcorebombasten ergänzt, welche alle dem ESTATEschen Grundprinzip treu bleiben. Man nehme im Ohr bleibende harmonische Melodieläufe, verziere sie mit ein Bisschen Screamo und viel Hardcore, mische vorsichtig vereinzelte Popelemente und großzügig brachiale Gitarrenriffs unter und fertig ist ein Album, welches dem Hardcorefan einfach gefallen muss und mächtig Spaß macht. Perfektioniert haben die Österreicher vor allem die Kombination aus ultraflinken noisigen auf der einen und langsamen schwerfälligen Riffs auf der anderen Seite, die exakt mit dem mal cleanen mal aggressiven Gesang von Leo Pissenberger harmonieren. Unterstützt wird dieser übrigens teilweise von den Sängern von EPHEN RIAN und DAYS IN GRIEF. Doch gerade bei einem so gut arrangierten Album ist es umso trauriger, dass die vielen einzelnen meisterhaften Melodien sich nie richtig zu einem Hit aufbäumen können, da sich die Songs in der Struktur zu sehr ähneln. Zwar reißen diese Hitmelodien allesamt mit, leider bleibt jedoch der Knallersong vorenthalten, der bei dem jeder sagen wird: ach ja, das sind doch ESTATE. (sk)

http://www.metal-inside.de
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Adl.at 07.09.2006
Mit „The Opposite of Indifference“ der Langenzersdorfer Estate verbucht das neuen Berliner Indi Label „Record of the Year“ einen wahren Traumeinstand. Ausnahmsweise gehe ich diesmal mit dem Promotext d'accord, wenn da behauptet wird, dass hier „Screamo/Hardcore“ von einer Sorte, die man sonst nur aus den USA gewohnt ist“ zum Lauschen freigegeben wurde.

Aber neben der musikalischen Potenz überzeugt das heimische Quartett auch ob der ideenreichen, völlig klischeefreien Texte – so besingt man die Geschichte rund um die gestohlene (und wieder gefundene) Saliera Statue, beschäftigt sich mit „Kafka on the Shore“, oder würdigt den Mr. Isaac Washington. Nur mit intelligenten Texten alleine gewinnt man heutzutage auch keinen Blumentopf mehr, da muss die Songauswahl auch schon passen, und das tut sie bei den jungen Herren ohne Fehl und Tadel. Da serviert man uns stetig harte Gitarrenriffs, die völlig klischeefrei von einem Gesang, der zwischen den obligatorischen Screams und catchy Melodylines hin und her pendelt, gestützt wird. Sicher schreien jetzt wieder en Masse die Leser "Metalcore!!" - aber halt liebe Freunde, davon sind die Nachwuchscorler meilenweit entfernt! Das schon zum Unwort gewordene MC gibt’s auf „The Opposite of Indifference“ nicht mal ansatzweise, viel mehr trumpft man mit zeitweisem Sprechgesang („Go Metric“) und einer für nicht möglich gehaltenen Hitdichte auf. Ob man jetzt das schwer melodiös daherkommende „Isaac Washington“, das zeitweise etwas räudigere „Ten Seconds“, das kurze, aber umso prägnantere „Modus Operandi“ oder den massiven Ohrwurm „Going Down in Flames“ als seinen Favoriten auserkoren wird, ist Geschmackssache, knallen tun sie allesamt die 12 Songs.

Aufmerksamen Lesern wird schon aufgefallen sein, dass sechs der Songs von "The Opposite..." bereits auf der vom Chef löblich aufgenommenen "Arson Architecture (EP)" enthalten waren, aber bei diesem Qualitätslevel, ist es nur erstaunlich, dass die Mannen auch die andere Hälfte des Longplayers ohne Ausfälle füllen konnte! Da kann uns die EMI tausendmal weiß machen wollen, dass Underoath aus den US of A the next big Thing im emotionell angehauchten Hardcore Genre werden, punkto ausgefeilten Melodieströmen und catchy Hooks machen die den Estate’lern nix, aber auch absolut nix vor. Klasse Combo mit einer echt schönen Dosis Screamo/Hardcore.

reini

http://www.adl.at/
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Crazy United 04.09.2006
Vor ziemlich genau einem Jahr trudelte die “Arson architecture” EP von Estate hier ein. Jetzt melden sich die Jungs aus Linz/Österreich zurück, mit einer Platte die auf den Namen „The opposite of indifference“ hört. Die eben erwähnte EP aus dem letzten Jahr ist übrigens komplett noch mal mit drauf (allerdings neu eingespielt). Von daher kommt man hier gerade mal auf 6 wirklich neue Songs. Egal, Estate machen jedenfalls erstklassigen Emo/Screamocore der keine Wünsche offen lässt. Das altbekannte Kreisch/Clean Gesangspielchen trifft auf Melodie und Härte. Kollegen von Ephen Rian und Days in Grief lassen sich auch mal blicken bzw. hören, und diese fallen mir,wie auch Waterdown, am ehesten als Vergleich ein.

3+
Andre

http://www.crazyunited.de
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Alternative Nation 04.09.2006
Das Gegenteil von Beliebigkeit

Vor ein paar Jahren gab es eine österreichische Hardcore-Band, der man nachsagte, sie könne es ohne weitere Probleme mit New-School-Spitzenreitern wie Turmoil oder Snapcase aufnehmen, würde aber gleichzeitig durchaus ihren eigenen Weg gehen und sich nicht anbiedern.

Nun, diese Band namens Estate gibt es noch immer, doch hat sich inzwischen so einiges bei ihnen getan. Der damalige Sänger ist nicht mehr in der Band, ein neuer wurde integriert und das Album The Opposite of Indifference aufgenommen. Außerdem eifert man keinen alten Helden mehr nach, eher übt man sich darin, aktuellen Emocore-Acts der härteren Gangart nachzueifern.

Als Fixpunkt passt dazu ganz hervorragend der Gastauftritt der zwei Sänger Days In Griefs, nur halten Estate offensichtlich weniger von melodischem Metal-Riffing und bleiben dafür eher bei druckvollen Hardcore-Rythmen. Das klingt letztlich etwa so, als wären Boysetsfire weniger abwechslungsreich und würden in ihre härteren Songs melodischere Refrains einbauen. Auf zu anbiedernde oder pathetische Melodien wird verzichtet, was ein klarer Pluspunkt in Richtung Hardcore ist.

Dankenswerterweise verzichten Estate dabei auf die ultra-simplen Herzschmerz-Songtexte vieler Genre-Newcomer, die der englischen Sprache nicht allzu mächtig zu sein scheinen. Daher muss man zugestehen, dass The Opposite of Indifference zwar schon verdächtig zeitgemäß, aber dennoch absolut glaubwürdig klingt. Unterm Strich ein zwar in jeder Einzelheit professionelles Album, das aber dennoch nicht allzu offensichtlich in Richtung Mainstream schielt und deswegen für das Genre überaus erfrischend klingt.

Autor: Andreas Kuhlmann
Redaktionswertung: 7/10

http://www.alternativenation.de
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Waste of Mind 01.09.2006
Die letzte EP „Arson Architecture“der Österreicher hat mir schon verdammt gut gefallen und mit „The Opposite of Indifference“ erscheint nun auch endlich ihre neue Platte. Vom Stil her hat sich seit der EP her nicht viel geändert, was aber auch nicht weiter verwunderlich ist, da die Hälfte der 12 Songs eben von ihrer EP stammen. Allerdings wurden sie nochmal neu aufgenommen (oder zumindest neu gemixt & gemastert) und die EP dürfte hier in Deutschland sowieso eher wenige Leute haben, auch wenn sie in letzter Zeit ziemlich fleißig bei uns getourt sind.

Musikalisch liegen sie irgendwo zwischen Screamo, Emocore und auch Metalcore, wobei sie nicht zuletzt Wert auf das Wechselspiel zwischen melodischen Parts und härteren Kreischparts vollziehen. Gerade die Gitarren zeigen sich dabei auch recht flexibel und gehen bei den melodischeren Parts etwas Punkrocklastiger, bzw. bei den härteren Parts etwas mehr Metal beeinflusst zur Sache. Vom Stil her erfinden ESTATE sicherlich nicht neu, aber dafür stimmt einfach die Power und die Qualität, so dass sie sich sicherlich nicht hinter den amerikanischen Bands verstecken müssen. Also ruhig mal den Blick nach Österreich richten...

Kai Wydra 8/10

http://www.wasteofmind.de
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Slam Zine 31.08.2006
Zwei giftige Schlangen in Flammen: Was auf den ersten Blick wie ein billiger Reim erscheint, stellt das Covermotiv des neuen ESTATE Albums dar, das scheinbar was das Artwork betrifft, auf Rock Klischees setzt. Doch man darf Entwarnung geben: Die zwölf Songs vom neuen Longplayer sind absolt unstereotyp und erfrischend eigenständig. "Arson Architecture", letzejährige EP, hatte bereits Pfeffer im Arsch, doch die neue Produktion legt noch eine Ladung nach, dass es im Afterbereich wirklich ordentlich brennen könnte.
ESTATE ziehen durch was sie begonnen haben und versuchen auf "The Opposite of Indifference" jegliche Experimente zu unterlassen. Einige Jahre hat es gedauert bis die Jungs sich vollende entfalten konnten, aber das Warten und die Geduld hat sich gelohnt: Der Fünfer aus Linz zeigt endlich mit einem entsprechendem Support welches Potential in ihm steckt. Eigentlich sind es ja nur sechs neue Songs, die den Weg auf "The Opposite of Indifference" gefunden haben. Als Bonus gibt es sozusagen sechs alte Songs im neuen Gewand, um das Album als voll akzeptablen Longplayer durchgehen zu lassen. Ob alt oder neu, was zählt ist im Endeffekt das Ergebnis und das kann sich hören lassen.
Da hat auch Produzent "Toni Meloni" seinen Teil dazu beigetragen, was sich durchaus ausgezahlt hat. Es macht immer Sinn jemanden hinter die Regler zu setzen, der eine Ahnung davon hat, wie eine amtlich Produktion zu klingen hat. Wichtig erscheint es dem Fünfer die volle Breitseite abzufeuern und für offenen Münder zu sorgen. Irgendwo in der Grauzone zwischen Screamo, Metalcore und Hardcore ziehen die Linzer ihr ganz eigenes Ding durch. Speziell Songs wie "Isaac Washington" oder "Ten Seconds" offenbaren das songwriterische Talent der Band. Sind es doch Lieder, die von einem Extrem ins nächste gleiten, zwischen verdammt harten und zarten Elementen pendeln, ohne dabei auch nur einen Moment das wahre Ziel aus den Augen zu verlieren: Einen fetten Song zu schreiben.

Matthias Mayer (9/10)

http://www.slam-zine.de
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The Listen to It Network 25.08.2006
ESTATE sind wohl das Beste was ich bislang im Screamo-/ Hardcorebereich aus Österreich präsentiert bekommen habe. “THE OPPOSITE OF INDIFFERENCE” ist das zweite Album, das die fünf Ösis mit mit der Unterstützung des frisch gegründeten Labels Record Of The Year auf den Markt werfen. Eingespielt wurden die 12 Kracher in ihrem eigenem Studio und im Principal Studio in Münster, das auch schon für den Sound von WATERDOWN, CALIBAN, H-BLOCKX und Co. verantwortlich war, gemixt und gemastert.

Mit ihrem catchy Scremo / Hardcore Sound treffen ESTATE punktgenau den Zahn der Zeit. Super eingängige Melodien werden mit wuchtigen Riffs auf Kollisionskurs geschickt und verschmelzen am Ende mit den astreinen Vocals. Hier stimmt einfach alles. Nichts klingt gekünstelt oder erzwungen. “THE OPPOSITE OF INDIFFERENCE” ist eine runde und gelungene Platte, die von der ersten bis zur letzten Minute mit ordentlich Feuer versehen wurde und rockt. Mit den abgeschossenen 12 heißen Songs spielen die Jungs so manche Amiband gekonnt an die Wand.

Der oberfette und amtliche Sound rundet die Scheibe noch weiter ab. Auch Artworktechnisch ist hier alles erste Sahne. Wenn man Minuspunkte suchen will, dann muss man sich schon anstrengen. Ich kann keine finden oder erlauschen. Den ein oder anderen könnte es stören, dass die 6 Songs von ihrer EP noch einmal eingespielt wurden, aber dafür erstrahlen sie auch im neuen Soundgewand. Dieser Silberling sollte in keiner Screamo / Hardcore Sammlung fehlen.

http://www.listen-to-it.de
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Blueprint Fanzine 25.08.2006
Vor gut einem Jahr habe ich die in Eigenregie veröffentlichte ESTATE EP „Arson architecture“ besprochen und den Jungs bescheinigt, eine tolle Scheibe gemacht zu haben. Dazu stehe ich auch heute noch. Die Österreicher haben beim neu gegründeten ‚Record Of The Year’ Label unterschrieben und sind nun mit ihrem zweiten vollständigen Longplayer „The opposite of indifference“ am Start. Die sechs Tracks der „Arson architecture“ ep hat man neu aufgenommen und mit 6 frischen Songs aufs Album gepackt. Normalerweise mag ich keine Altverwertung neuer Tracks, aber hier passt das sehr gut. Die alten Songs harmonieren mit den neuen und sind vom Sound her auch etwas dichter produziert. Was uns erwartet ist eine knappe Dreiviertelstunde glänzender Emocore, der sich nicht hinter Größen wie THURSDAY zu verstecken braucht. Neben dem neuen Label ist auch ein neuer Sänger zu verzeichnen. Der Mann löst seine Aufgabe gut und kann gleich punkten. Die Screamo-Parts sind sehr sicher, und auch die melodischen Parts stimmen absolut.
Aufgenommen wurde das Album im eigenen Homestudio, gemixt und gemastert hat man in den Principal Studios in Münster, in welchem schon illustre Bands wie WATERDOWN oder CALIBAN ihrem Sound den letzten Schliff gegeben haben.
Die sechs neuen Songs stehen den alten in nichts nach und es fällt nicht auf, dass es sich um Material neueren bzw älteren Datums handelt. Ohrwürmer wie das melodische „isaac washington“ , mit toller Gitarrenarbeit und einem sehr guten Chorus, oder das neue „ten seconds“ wissen das Wechselbad zwischen melodischen und brutalen Parts gut zu meistern. Ein Ausfall kann nicht gesichtet werden, man muss sogar von einer Steigerung sprechen und daher einen halben Zähler mehr wie zuletzt geben!

http://www.blueprint-fanzine.de
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Handle Me Down 24.08.2006
Den Namen ESTATE sollte man sich merken, so viel darf bereits zu Beginn verraten werden. Denn auch wenn das zweite Album „The Opposite of Indifference“ der Österreicher kein Novum auf dem Gebiet des Emo-Core/Screamo darstellt, so sorgt die Umsetzung dennoch für munteres abgehen. Mit neuem Sänger am Start haben ESTATE dann auch eine entscheidende neue Komponente in ihren Reihen. So ganz neu in der hiesigen Szene sind ESTATE dann aber auch nicht, denn dies ist bereits ihr zweites Album nach dem Debüt „Unsound“ und auch eine DIY-EP hat man schon veröffentlicht. Das junge Berliner Label „Record of the Year“ sicherte sich gleich mal die Dienste des Quintetts und hat sich für seine erste Veröffentlichung ohne Frage die passende Band ausgesucht.

Wie eingangs gesagt, musikalisch revolutionieren ESTATE sicherlich nicht. Doch geht ihr Zweitwerk auch definitiv über "handwerklich solide" hinaus. Wechselnde schnellere und langsamere Passagen, die Mixtur aus klarem Gesang und Schreien, garniert mit einigen Metall-Anleihen ist nicht neu. Dies können ihre Landsmänner von EPHEN RIAN auch, WATERDOWN sowieso und die zuletzt von „Epitaph“ gesignten ESCAPE THE FATE ebenso. Vor allem zu letzteren gibt es Parallelen, was jedoch positiv zu werten ist, denn auch ESTATE gehen trotz teilweiser immenser Härte mit viel Melodie vor. Vor allem die Refrains strotzen stellenweise vor hymnischen Ausflügen („Isaac Washington“, „Tabula Rasa“). Hinzu gesellt sich eine druckvolle und klare Produktion, die das Herz eines jeden Emo-Core´lers höher schlagen lässt. Gute Platte, die gängige Klischees gekonnt durch Spielfreude und vieler toller Songs umschifft und für mich auf diesem Gebiet zu den Platten des Jahres gehört.

http://www.handlemedown.de
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Helldriver Magazine 21.08.2006
Österreich bläst zur Screamo Offensive. Nach Ephen Rian kommt mit Estate schon die zweite Band dieser Stilrichtung aus dem Alpenstaat. Das zweite Album der Band kann sich dabei wirklich sehen lassen. Estate sind voll auf der Höhe der Zeit und haben auf ihrer Platte 12 Songs versammelt die sich qualitativ nicht hinter Genrekollegen verstecken müssen. Genretypisch verbinden die Jungs harte und melodische Elemente sowohl was Gitarrenarbeit als auch was Gesang angeht miteinander. Dabei schaffen es Estate ihren Songs tatsächlich ein Stückchen eigene Identität einzuhauchen. Egal ob in melodischen oder heftigen Momenten, die Band ist immer mit vollem Einsatz und sehr viel Herz bei der Sache. Die Combo versteht sich auf griffige Hooklines und einprägsame Gesangsmelodien. So sind Songs wie „Go Metric“ oder „Cause Of The Downfall“ nicht mehr so schnell aus dem Ohr zu bekommen. Gastauftritte gibt es übrigens von Ephen Rian Sänger Klaus sowie von Jörg und Sebastian von Days In Grief. Den letzten Schliff verleiht die druckvolle und dynamische Produktion. Gelungene Scheibe und wenn alles gut läuft sollten wir von Estate noch öfter hören. (rg)

http://www.helldriver-magazine.de
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Wastin 21.08.2006
Obwohl es sich bei 'The Opposite Of Indifference' um eine Eigenproduktion handelt, geht schon nach wenigen Sekunden wirklich die Sonne auf. Man hört Österreicher mit internationalem Niveau und einer gewaltigen Portion Spielfreude, sowie einem ganzen Arsenal von frischen Sounds und Ideen. So viel schon mal vorweg.(...)
'The Opposite Of Indifference' brennt vom ersten Song an, es sind keine unnötigen Zündversuche nötig. Schon die ersten beiden Songs erzeugen genug Druck, um einem alles aus dem Verdauungstrakt zu blasen. Bereits der zweite Song 'Go Metric' mündet in einen oberfetten Zwischenteil, der es schwer macht, vor den Boxen nicht mit spontanen Tanzeinlagen zu beginnen. 'The Salieri Dilemma' bietet erstmals auf der Platte viel Metalcore, aber nur an den Instrumenten. Powerriffs ohne Ende und ein Strophenteil, der eher mit einem Boxkampf zu vergleichen ist. Der Double Bass-Part knüppelt den Hörer vor der Anlage zu Kleinholz. Viel Gefühl für Harmonie und Spielfreude muss man den Gitarristen Bernd und Armin zugestehen. Unglaublich, wie Gitarrenlinien auf der gesamten Scheibe variiert werden und immer wieder überraschende Übergänge geschaffen werden. Auch viele Overdubs sind mehr als nur füllendes Beiwerk, sie geben den Songs völlig andere Klangwelten und sorgen so für eine Abwechslung wie man sie leider selten in diesem Genre findet. 'Isaac Washington' und 'Cause Of The Downfall' kehren mehr den Emoteil heraus. Sie sind vollgestopft mit schönen und tragenden Melodien. Ein weiterer Höhepunkt ist 'Tabula Rasa' - Geiler Song, der wieder mal alles bietet. Gitarren-Powerriffs, Melodie und Screamo – und den nötigen Dampf an der Schiessbude. Die Läufe im Zwischenteil sind einfach die Bombe und der anschließende Screamo-Part fetzt noch mal so richtig!! 'The Opposite Of Indifference' ist eine sehr gelungene Produktion, die vor allem gute und ehrliche Musik, aber auch viel Abwechslung und neue Ideen bietet. Estate haben es in erster Linie geschafft, Musik in Form von Liedern aneinander zu reihen, die nicht langweilig oder eintönig wird. Ein großes Maß an Spielfreude, viel Power und genau die richtige Portion Aggressivität, die gerade so ausreicht, um eben nicht Emo aber auch nicht wirklich Hardcore zu sein. Vielleicht kommt ja aus Österreich die neue Inspiration, um die genannten Genres wieder etwas interessanter zu machen und wenn diese Inspiration Estate ist, dann soll es mir nur recht sein! Und so kann man einer Bandinfo, die man ja sonst immer sehr kritisch beäugen sollte, wohl mal Recht geben: Estate – „Österreichs No.1 in Sachen Hardcore!“ Großartiger Auftritt! Volle Punktzahl! Anspieltipps: 'Bleeding Hearts', 'Go Metric', 'The Salieri Dilemma', 'Tabula Rasa', 'Modus Operandi'.

Autor: Dennis Stevens

http://www.wastin.com
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Hardkern 20.08.2006
Die erste Veröffentlichung des neuen Berliner Labels Record Of The Year ist die zweite für Estate, die mit "The Opposite Of Indifference" ihren neuen Longplayer vorlegen. Neben Ephen Rian sind Estate der wohl beste Export Österreichs in Sachen Emocore. Aufgenommen haben die Jungs ihr neues Werk in ihrem eigenen Studio und das merkt man deutlich am Sound. Die Band fühlt sich richtig zu Hause und überträgt dieses Gefühl auf ihre Songs, denn hier stimmt einfach alles und man könnte meinen die Fünf hätten ihr Leben lang nichts anderes gemacht, als catchige Riffs und Melodien zu schreiben. Sowohl cleaner Gesang als auch Shouts aus dem Screamobereich, die teilweise an den Sänger von Billy Talent erinnern, sind hier zu finden, die typische Mischung für eine Emocorescheibe. So ist das nun einmal, wenn man eine bestimmte Musikrichtung spielt – es gibt immer andere, die das schon vorher gemacht haben. Und so ist es auch hier – oder doch nicht? Die Platte ist durch und durch gut, jedoch meint man zuerst, all das schon einmal irgendwie gehört zu haben. Was dieser Band einen Pluspunkt in Europa einbringen könnte ist die Tatsache, dass die Band selber in Europa heimisch ist, aber qualitativ den Bands aus dem Land hinter dem großen Teich in nichts nachsteht, wenn sie sie nicht sogar teilweise noch übertrifft. Ungewohnt sind die rockigen Einflüsse, die es bei Estate hier und da gibt, wie z.B. bei "Ten Seconds", die diese Scheibe dann doch zu etwas besonderem werden lassen. Freunde des Emocore werden hier ihre wahre Freude haben, denn mit diesem Release kommt ein solides Album aus Österreich auf den Markt, mit dem Estate den Emocorethron sicherlich erklimmen können! Großes Kino!

Autor: Johannes

http://www.hardkern.de
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Monoton 10.08.2006
Wie auf Festivals - zum Beispiel dem kürzlich stattgefundenen 2daysAweek in Wiesen - leicht zu erkennen, hat sich Hardcore immer mehr zu „Post-Hardcore“, Hybriden aus Avantgarde, Metal, Punk oder wahnwitziger Modulation von Jazz, wie etwa bei The Dillinger Escape Plan, entwickelt. Entwicklung in der Musik ist natürlich und so nötig wie die Musik selbst und das so manchem da etwas nicht passt, ist dabei genauso natürlich.thumb_estate

Vor allem an der neu integrierten Verwendung von Metalelementen scheiden sich die Geister ganz besonders. Estate nutzt diese Variationen ganz gezielt und erreicht etwas ungeheuer Spannendes: Sie spielen sich mit Elementen aus bereits erwähnter Stromgitarrensubkultur, überschreiten jedoch nie die Grenze zum Metalcore. Beispielsweise in „Salieri Dilemma“ – teilweise nur Bruchstücke davon entfernt, jedoch nie wirklich ausführend, pushen sie mit eben genannten Elementen den Song extrem nach vorne – Dynamik die „konservativer“ Hardcore oft nur schwer erreicht.

Ähnlich bei „Kafka on the Shore“, wo die Melodie-Elemente manchmal eben an Metal erinnern, aber nie zuviel und eben nie wirklich „Metal“ sind, denn plötzlich erinnert ein Riff wieder an einen Rocksong, dann wieder Hardcore… Man zeigt die Grenzen eben nur auf. Brachial und filigran zugleich!

Diese Mischung und das spannungssteigernde Spiel machen viele Songs zu einem wahren Genuss. Ein Highlight des Albums:" Modus Operandi". Zentral im Song eine Akkordprogression, die untypisch dicht für diese Genre ist und den Song aus allen Klischees befreit. Estate überrascht ganz nebenbei noch mit interessanten Lyrics (siehe "Salieri Dilemma"), mit denen viele andere Bands dieses Genres (im weitesten Sinn) definitiv nicht mithalten können. Und das Estate auch live all diese Feinheiten authentisch rüberbringen, haben sie schon oft bewiesen! Da ist was los auf der Bühne!

Geschrieben von Cornelius B.

http://www.monoton.at
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Dosenmusik 08.08.2006
Bekannt vor allem für die angeblich älteste Torte der Welt, die 1653 erstmals namentlich erwähnt wird, kommt aus dem österreichischem Linz eine Band, die zwar lange nicht so alt, mindestens eben so lecker ist. Estate sind nach Ephen Rian der neue Emocore-Export aus dem Nachbarland und schlagen in die gleiche musikalische Kerbe. Nachdem die Band das erste Album "Unsound" und die anschließende EP "Arson Architecture" veröffentlichte, gibt es nun mit "The Opposite Of Indifference" das zweite komplette Album der Band, auf dem sich allerdings die sechs Songs der vorangegangenen EP neu aufgenommen wiederfinden.

Auch wenn die Band der Schublade Emocore nicht viel neues hinzufügen kann, schafft sie es das Genre so gut zu interpretieren, dass man vor allem schnell vergisst, dass es sich hierbei um eine europäische Band handelt. Unglaublich melodisch und catchy wechseln sich wütendes Geschrei und einschmeichelnder Gesang ab, alles in einem flotten Tempo, einigen Metal-Riffs und offensichtlich viel Spaß an dem, was die Musiker machen. Die beiden Gastsänger - Klaus Schraml von Ephan Rian auf "Tabula Rasa" und Sebastian Blaschke von Days In Grief auf "C-Section" - zeigen deutlich, dass die Band in Europa ihre Wurzeln hat und von da aus Musik für die ganze Welt geschrieben hat. Authentisch und gefühlvoll der Gesang, sehr emotional das Geschrei steht die Band internationalen Genrevertretern in nichts nach. Schön ist auch, dass die meisten Songs immer mit irgendwelchen Überraschungen aufwarten können und nicht unbedingt einem 0815-Aufbau folgen. plötzliche unvermutete Breaks und moshige Zwischenstücke lockern auf und auch wenn Estate auf "The Opposite Of Indifference" etwas glatter als ihre Landsmänner Ephan Rian daher kommen, haben sie nicht weniger Druck und es ist wohl die unbändige Energie, die das Album so gut werden lässt.

http://www.dosenmusik.de
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Bizarre Radio 08.08.2006
Estate supporten in Österreich Boy Sets Fire. Läuten die Glocken? Fällt der Groschen (bzw. die 5Cent)? Emocore mit Metaleinschlag trieft aus allen Poren. Man könnte hier mal wieder die ganze Latte an Bands aufzählen, nach denen Estate klingt. Eine Band reicht völlig: THRICE. Denn der zweite Track „Go Metric“ könnte ein unveröffentlichtes Stück von Thrices „The Artist In The Ambulance“ Sessions sein. Das ist schlichtweg ein Plagiat. Ansonsten schlagen sich Estate jedoch sehr beachtlich. Insgesamt etwas mehr Doublebassattacken und mehr Wums in der Produktion. Da können sogar die ganz großen Vorbilder nicht ganz mithalten. Trotzdem setzen sich Estate nicht von den vielen deutschen und amerikanischen Mitstreitern ab. Sie verbrüdern sich vielmehr. Eine „Allianz der Gleichklingenden“, wenn man die Rhetorik eines George W. Bush bemühen möchte. Und das wird dadurch untermauert, dass Estate sich einige Kollegen aus deutschsprachigen Landen ins Studio eingeladen haben. Da sind beispielsweise die Stimmen von Mitgliedern von Ephan Rian und Days in Grief auf den Liedern „Tabula Rasa“ und „C-Section“ zu finden. Und die kann man nicht wirklich raushören. Nicht unbedingt ein gutes Zeichen für einen individuellen Gesamteindruck. Und um die Affinität zu Deutschland zu komplettieren, fand auch das mixen und mastern im Land des eigentlich ungeliebten Piefkes statt. (Kaiser)Schmarrn ist das sicherlich nicht, was Estate da produziert haben. Doch mit ihrer Musik ist es wie mit dem richtigen Kaiserschmarrn: Es gibt hunderte Familienrezepte und im Endeffekt schmecken sie doch alle ziemlich ähnlich. Zwar ganz lecker, aber irgendwann hat man sich daran überfressen. Fünf Jahre früher wäre „The Opposite Of Indifference“ ein ganz großer Wurf gewesen.
Note:noch gut.

Michael Konen

http://www.bizarre-radio.de
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Truesidemusic 04.08.2006
...eines ist sicher, hier sind ein paar Leute am Start die es wissen wollen!!! Nicht nur das man sich den Arsch wund spielt, nein, mit Ihrem dritten Werk THE OPPOSITE OF INDIFFERENCE machen die 5 Jungs aus Linz auch noch ganz schön viel Alarm!!! Ich kannte ESTATE zuvor nur vom Namen, daher ist mir auch erst gar nicht aufgefallen das ein paar Songs schon auf der "Arson Architecture" EP zu hören waren, oder das man gar den Sänger gewechselt hat ...auf mich macht THE OPPOSITE OF INDIFFERENCE einen harmonisch abgerundeten Eindruck. Die Scheibe ist die Nr. 001 aus dem Hause RECORD OF THE YEAR RECORDS, auch denen kann man nur zu diesem Griff gratulieren. Obwohl ESTATE das Rad nicht neu erfinden, verteilen Sie mit Ihrem Emo-Math-Post-Melodic-Stuff einen flotten und frischen Wind. Orientiert an Bands wie WATERDOWN und ATREYU, verfeinert mit einer gelungenen Brise Punkrock und Melodie a la STRUNG OUT oder BOYS NIGHT OUT inkl. einer Schockbehandlung der Marke THE BLED zeigen ESTATE wie man das alles unter eine Haube bringt und den Kopf zum bangen bringt!!! Musikalisch zeigt man sich von der besten Seite, natürlich und fetzig von ersten bis zum letzten Song!!! Es gibt hier echt nichts zu meckern ...und als ob das noch nicht alles wäre hat man als Gäste Klaus von EPHEN RIAN und Blaschke von DAYS IN GRIEF mir rein gepackt und ein schönes Artwork darumgewickelt!!!

by Marco

http://www.truesidemusic.de
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Sweet Jane Music 02.08.2006
Das junge berliner Label Record Of The Year macht mit seiner ersten Veröffentlichung seinem Namen alle Ehre. Das zweite Album der österreichischen Band Estate, dei diesmal mit neuem Sänger am Start sind, bietet nicht nur genau den versprochenen „Emo / Screamo HC in einer Qualität, die man sonst nur aus den USA gewohnt ist“. Tatsächlich hat man selbst von dort aus dem Genre lange nichts so knallig-frisches um die Ohren geballert bekommen wie „The Opposite Of Indifference“. Was die fünf Jungs in Eigenregie in den Principal Studios in Münster aufgenommen haben, wo bereits Waterdown und Caliban ihre Großtaten fabrizierten, das drückt derzeit alle Melodicpunk-meets-Metal-Thricedaysteins aus den Staaten an die Wand. Auch wenn die es halt erfunden haben und man in Österreich im Grunde nur nachbetet. „The Opposite Of Indifference“ entwickelt mit trockener und dichter Produktion, die nicht den Fehler macht, alles zu fett einzuwatten, eine unglaubliche Durchschlagskraft. Der neue Sänger mit dem (zufällig?) bezeichnenden Namen Leo Pissenberger hat hymnisch melodischen Punkrock genauso drauf wie brachial geschrieene Stimmbandattacken. Die Songs sind extem versiert arrangiert und von eingängigen Melodieläufen durchzogen. Zwölf mal höchstes Niveau. Gewart sei, wer sie die Jungs als Toursupport ins Boot holt. Man könnte es schwer haben. Abgerundet durch ein schickes Coverartwork zählt „The Opposite Of Indifference“ sicherlich zu den interessantesten Genrereleases die Europa derzeit zu bieten hat.

Stefan Kersten

http://www.sweetjanemusic.com
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Hartboiled 28.07.2006
Das ist mal wieder ziemlich schwierig, aber eigentlich auch ganz simpel. Estate aus Österreich spielen ziemlich konventionellen, modernen Emocore der sich bestimmt auch im Nachtprogramm auf mtviva ganz wohl fühlen würde. Die Songs setzen sich also aus dem üblichen Gesang/Geschrei zusammen, viel Gitarrenmelodien und rockige Riffs und treibende Drums. Manche Ideen hätten hier vllt. weitergedacht werden können, dann hätte die Platte wesentlich mehr Arsch in der Hose, aber für Fans der modernen Emocore Bands ist das hier definitiv was wo man reinhören sollte.

Marcia

http://www.hartboiled.de
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Fetz or Die 27.07.2006
Beim Review der letzten ESTATE EP habe ich mir am Ende gewünscht, dass die Band ein Label findet und ein Full-Lenght Album aufnehmen kann. Gelandet sind sie mittlerweile auf dem kleinen Berliner Indie-Label Record Of The Year und hat dort ihre erste CD mit Nahmen "The Opposite Of Indifference" am Start.

Gleich mit den ersten Tönen, merkt man, dass sich die Band noch einmal weiterentwickelt hat und auch einen neuen Sänger im Programm hat. ESTATE sind noch eine Spur moderner geworden und mischen Screamo und Hardcore zu einem eingängigen und emotionalen Einerlei das sich nicht, wie in dem Info Sheet beschrieben, von Bands im Genre großartig unterscheidet, aber nichtsdestotrotz eine gelungene Mischung darstellt, die live auf der Bühne mit Sicherheit noch eine Spur krachiger rüberkommt. Die Jungs werden sich mit ihrem Album 6 Wochen auf Tour begeben, also Augen und Ohren offen halten und eine Show der Österreicher besuchen.

http://www.fetzordie.com
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Allschools Network 21.07.2006
In Sachen Emocore laufen die Österreicher uns momentan ein wenig den Rang ab. Man denke nur an die Jungs von EPHEN RIAN. Wer sich in der Vergangenheit ebenfalls empfohlen hat waren die Linzer von ESTATE. Nach ihrem ersten Album "Unsound" und der selbst releasten "Arson Architecture" EP erscheint nun über das frisch gegründete Label Record Of The Year ihr zweiter Longplayer "The Opposite Of Indifference".

Auf der zweiten Langrille werden Freunde der Band ebenfalls auf alte Bekannte treffen, denn 6 der 12 Songs entstammen der "Arson Architecture" EP und wurden erneut eingespielt. Explosiv und mit einer typisch amerikanischen Mischung aus Melodie und Härte rocken die Linzer Jungs drauf los und hinterlassen von der ersten Sekunde an einen positiven Eindruck. Natürlich füllt man sich gerade ein wenig an EPHEN RIAN erinnert, doch ESTATE klingen ein wenig melodischer und glatter ohne dabei an Druck einzubüßen. Was die Screams betrifft, sind beide Bands ähnlich aggressiv, ESTATE ist hier jedoch in höheren Tonlagen angesiedelt. Bereitet Euch also auf ausgesprochen Catchyness vor, die sich nicht im geringsten vor Bands wie WATERDOWN oder den neusten US-Bands wie ESCAPE THE FATE oder VANNA verstecken muss. Das schöne Gesamterlebnis von "The Opposite Of Indifference" wird übrigens durch Gastauftritte von Jörg und Blaschke von DAYS IN GRIEF ("C-Section") und EPHEN RIANs Klaus beim grandiosen "Tabula Rasa" gekrönt wird. Bevor man also immer gleich den Blick über den großen Teich wirft, sollte man sich vielleicht auch mal im gemütlichen Österreich umsehen, denn dort geht einiges.

Torben: (8 Skulls)

http://www.allschools.de
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